="urn:schemas-microsoft-comfficeffice" xmlns="http://www.w3.org/TR/REC-html40"> Kochloeffels Seite

 

                                                                           Kochloeffels Seite

 



kochloeffel
  Startseite
    Sonstiges
    Stories
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   
   die offizielle die ärzte - homepage
   zonenfiction

https://myblog.de/kochloeffel

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Stories

Manchmal ist das Leben einfach nicht fair Part I
 
Schweißgebadet und mit einem lauten Schrei wachte Bela auf. Rod, der durch den Schrei aufgeweckt wurde, strich ihm sanft über den Kopf und versuchte ihn zu beruhigen: “Schatz, das war ein Traum. Du hast nur schlecht geträumt!...Willst du’s mir erzählen?“ Atemlos antwortete Bela: „Ich würde es sehr gerne, aber…er handelt von Jan.“ „Oh.“ Rod war nicht gut auf Jan zu sprechen. Er hatte das Gefühl, dass Bela Jan mehr mochte, obwohl das gar nicht stimmt, denn die zwei waren „nur“ beste Freunde und Rod und Bela waren ein Paar.
Jan kannte Bela schon länger und dafür hasste Rod ihn. „Darf ich ihn dir trotzdem erzählen?“ „Ja, sicher“, antwortete Rod. „Ich hab geträumt, Jan hätte einen Motorradunfall und dann lag er im Koma und dann ist er gestorben. Als er dann im Sarg lag, wirkte er so friedlich und…“ Bela fing zu weinen an und konnte nicht mehr weiterreden.

Zur gleichen Zeit quälte sich Farin aus dem Bett. Er war stark erkältet, hatte große Ohrenschmerzen und das Atmen fiel ihm schwer. Er wusste, dass er eigentlich im Bett bleiben sollte, doch er musste noch etwas erledigen und wenn er das jetzt nicht tat, dann machte er das vielleicht nie. Jan fühlte sich schwach, doch trotzdem zog er sich an, setzte sich auf sein Motorrad und fuhr in die Stadt. Wie sollte er’s ihm beibringen ohne ihre Freundschaft zu zerstören? Würde er es verstehen? Wie würde er es aufnehmen?

Als es an der Tür klingelte, waren die beiden gerade dabei, Frühstück zu machen. „Ich komme schon“, rief Bela und zog sich noch schnell sein Hemd an. Als er die Tür öffnete, erschrak er fast. Ihm gegenüber stand ein ziemlich kranker Farin. „Man siehst du scheiße aus, Jan!“ „Danke für das Kompliment. Dir auch einen guten Morgen!“, krächzte er sarkastisch. „Ich…äh…ich“, begann der große Blonde, doch er wurde von Rod unterbrochen: „Wer ist es denn, Schatz?“ Noch hatte er Farin nicht gesehen. Bela spürte eine Hand auf seinem Rücken und wie sie langsam hinunter wanderte. „Rod, es ist Jan“, antwortete Bela und schob die Hand weg.
„Es…es tut mir Leid, ich wollte euch nicht stören!“ traurig und verzweifelt rannte Jan die Stufen hinunter.

Er wollte so schnell wie möglich weg. Das ganze hatte ihn sehr verletzt und es war ihm auch peinlich. Bela hatte soooooooooooo sexy ausgesehen. „Jan, bitte warte!“ Doch Farin wartete nicht. Er wollte nur noch weg. Schon saß er auf seinem Motorrad und wollte seinen Helm festschnallen, doch Bela hielt ihn an der linken Hand fest. „Bitte! Geh nicht. Ich flehe dich an!“ Mit nur einer Hand konnte Jan den Helmverschluss nicht zumachen und so ließ er es bleiben. Er riss sich von Bela los und startete sein Motorrad. Mit einem Kopfschütteln fuhr er davon. Als er in der Ausfahrt stand, blickte er noch einmal kurz zurück und sah, wie Rod gerade aus der Tür herauskam. Kurz darauf, nicht weit weg von Bela’s Wohnung, wollte Jan sein Motorrad wenden, zu Bela zurückfahren und ihm sagen, wie sehr er ihn liebte. Plötzlich wurde ihm schwarz vor Augen und er verlor die Kontrolle über sein Motorrad.

„Jan, nein. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan!“ Hilflos musste Bela mit ansehen, wie sein bester Freund von seinem Motorrad direkt auf die Motorhaube des nachkommenden Autos fiel, über das Auto geschleudert wurde und dann reglos auf der Straße liegen blieb. Bela rannte sofort los, während Rod einen Krankenwagen rief. Bei ihm angekommen, sah der Drummer sofort, dass Farin bewusstlos war. Vorsichtig nahm er Jan’s Kopf und bettete ihn auf seinem Schoß ein. Er hatte eine große Wunde auf dem Kopf, außerdem blutete er aus der Nase und dem Mund. „Jan. Du darfst nicht sterben, hörst du? Ich brauche dich doch!“, flüsterte Bela. Ein schwaches Atmen zeigte, dass Farin noch am Leben war. Noch!
-----------
Im Krankenhaus wurde er notoperiert, um ein Blutgerinnsel im Kopf und weitere innere Blutungen zu stillen. Bela und Rod erfuhren, dass Vera, die Bela nach seinem Autounfall behandelt hat und eine Ex- Freundin von Rod war, Jan’s behandelnde Ärztin war. „Vera! Wie sieht’s aus? Wie geht’s ihm?“, fragten Bela und Rod, die auf der Wartebank vor dem OP- Saal saßen, als die Ärztin aus dem Saal herauskam. „Die Blutungen konnten gestillt werden. Er wird jetzt auf die Intensiv- Station gebracht.“ „Intensiv? Was heißt das? Was ist mit Jan?“, fragten die beiden. „Wir mussten euren Freund in den künstlichen Tiefschlaf versetzen.“ „Oh mein Gott. Und…und was hat er?“ „Jan hat ein schweres Schleuder- Trauma und einen Schädel- Basis- Bruch, 3 Rippen sowie die beiden rechten Unterarmknochen sind gebrochen und er hat Prellungen auf beiden Beinen. Außerdem hat er noch eine schwere Lungen- und Mittelohrentzündung. Wir müssen jetzt nur noch auf die endgültigen Testergebnisse warten!“ „Weiß man eigentlich wie’s passiert ist?“, fragte Rod. „Wir wissen, dass er die Lungen- und Mittelohrentzündung schon vor dem Unfall hatte. Durch die Anstrengung wurde er wahrscheinlich bewusstlos und hat die Kontrolle über sein Motorrad verloren“, antwortete die Ärztin. „Können…können wir zu ihm?“, fragte Bela. „Es tut mir Leid, es dürfen nur Familienmitglieder zu ihm!“ „Bitte Vera! Ich MUSS zu ihm!“, schniefte Bela. „Okay! Aber nur ganz kurz!“, antwortete sie und brachte sie zu Jan’s Zimmer. „Bevor ihr reingeht müsst ihr das hier anziehen!“, sagte Vera, gab den beiden sterile OP- Kleidung und verschwand kurz darauf.

Im Raum drinnen war es sehr ruhig und es wirkte alles irgendwie gespenstisch. Nur das Piepen des Herzschlagmessgeräts und das Pumpen des Beatmungsgeräts durchtrennten die Stille. Das Bett stand mit dem Kopfende an der Wand, ungefähr in der Mitte des Zimmers. Bela und Rod setzten sich auf die zwei Stühle neben dem Bett. Der Drummer nahm Farin’s linke Hand, auf dessen Handrücken eine Infusion, umringt von einem weißen Klebeband, steckte. Auf der Innenseite des linken Unterarms war eine Bluttransfusion, danach fing das Shirt an, dass Jan’s Oberkörper bedeckte. Durch den Halsausschnitt des Shirts führten mehrere Schläuche, die anscheinend mit seiner Brust verbunden waren. In Farin’s Mund steckte ein Schlauch, der ihn mit Sauerstoff versorgte. In den Hals, der von einer Halskrause umhüllt war, und in die Nase führten auch Schläuche, doch weder Bela noch Rod wussten, welche Funktion diese hatten. Auf seiner Stirn klebten je links und rechts Elektroden, die die Gehirntätigkeit überwachten, darüber war ein weißer Verband, der Farin’s Verletzung bedeckte. Sein Kopf war wegen der Operation kahlrasiert. Sein rechter Unterarm war eingegipst und eine Decke bedeckte seinen unteren Körper bis zur Brust. Rod strich über den Handrücken der Hand, die Bela hielt und fing zu weinen an. „Wie er daliegt! Er wirkt so hilflos!“, dachte Rod bei sich und ein Blick zu Bela zeigte, dass er dasselbe dachte.
„Es ist schon spät. Ihr müsst jetzt gehen!“, sagte Vera, die unbemerkt ins Zimmer gekommen war. Zur Verabschiedung drückte Rod noch einmal sanft Farin’s Hand und legte sie dann vorsichtig auf die Decke zurück, während Bela ihm über den Kopf strich und flüsterte: „Halt durch, Jan!“

Als sie aus dem Zimmer hinausgingen, sagte Vera: „Die Testergebnisse sind da!“ „Und, wie sieht’s aus?“, fragten Bela und Rod erwartungsvoll. „Es sieht schlecht aus!“ „Was…was soll das bedeuten?“ „Er wird’s nicht schaffen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er…“ „Nein! Bitte sag, dass das nicht wahr ist!“, schrie Bela fast. Er konnte nicht daran denken, dass sein bester Freund bald nicht mehr da sein wird. Fassungslos lehnte er sich an die Wand und rutschte zu Boden, während Tränen über seine Wangen flossen. „Es tut mir Leid!...Kann ich noch etwas für euch tun?“, fragte Vera. Als Rod, der ebenfalls völlig fassungslos war, mit „Nein“ antwortete, ging die Ärztin und ließ die beiden allein.
10.4.06 17:24





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung